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Förderkreis Sozialer Friedensdienst zur Völkerverständigung mit Osteuropa

, Dortmund

Kontaktinfo

Sozialer Friedensdienst zur Völkerverständigung mit Osteuropa
Stuchtey 33
44267 Dortmund

Tel: (0231) 494 07 20
Fax: (0231) 494 07 21

SFDzV@t-online.de
www.friedensdienste-osteuropa.de

Die Beschäftigung mit Fragen der Verständigung und Versöhnung mit den Völkern Osteuropas gab Mitarbeitern in der Ev. Kirche von Westfalen 1987 den Anstoß zu einer Initiative, auch jungen Menschen den Zugang zum Kennenlernen der Sowjetunion und zu Begegnungen mit dem Nachbarn im Osten zu ermöglichen. 1989 erweiterten wir die Begegnungsarbeit mit einem Projekt für längerfristige soziale Friedensdienste ab 12 Monaten. In Zusammenarbeit mit dem Patriarchat der Russisch-Orthodoxen Kirche begann 1990 der erste deutsche Kriegsdienstverweigerer seinen Friedensdienst in einem Moskauer Krankenhaus. 1992 wurde ein kleiner gemeinnütziger Verein gegründet, um die begonnenen Aktivitäten längerfristig zu sichern. Er wurde anerkannter Träger für Auslandsdienste von Kriegsdienstverweigerern.

Mit der Unterstützung junger, beruflich noch nicht ausgebildeter Menschen verfolgen wir friedensethische, humanitäre und bildungspolitische Ziele:

Junge Menschen lernen in der alltäglichen Arbeit (mit randständigen Personen) im Ausland Lebensweisen und Sprache, Denken, Fühlen und Einstellungen von Menschen eines anderen Volkes kennen. Sie müssen sich mit der fremden Kultur, ihrer und unserer gemeinsamen Geschichte auseinander setzen. Soziale Arbeit beim Nachbarn baut Brücken und ist Friedensarbeit. Freiwilligenarbeit verstehen und fördern wir als solidarische Lerndienste. In Belarus (Minsk, Weißrussland), in Russland (Moskau) und in Siebenbürgen (Sibiu/Hermannstadt, Rumänien) arbeiten junge Leute mit behinderten Kindern, Jugendlichen bzw. Erwachsenen (Minsk, Moskau) oder mit hilfebedürftigen alten Menschen (in Moskau mit Repressionsopfern des Stalinismus, in Siebenbürgen ambulant mit Siebenbürger Sachsen und anderen Rumänen).

Mit unserem 1. Förderprogramm (1990-2004) waren wir ein voll verantwortlicher Träger von Freiwilligendiensten mit allen Begleit-Diensten und Absicherungen. Unser Programm für den Aufwand pädagogischer Begleitung erfüllte die staatlichen Auflagen für einen Zivildienstersatz junger Männer im Ausland (§ 14 b), Auflagen und Qualitätsanforderungen längerfristiger Freiwilligendienste mit Seminaren zur Vorbereitung und Auswertung und mit Zwischenseminaren in Siebenbürgen, Moskau und Minsk zur Aufarbeitung von Erfahrungen. Neben inzwischen 135 jungen Deutschen, für die wir sämtliche Kosten des Dienstes in Osteuropa über Spenden aufbrachten, haben wir mit diesem Programm auch 10 Freiwilligen aus Russland und Belarus die Möglichkeit eines Dienstes in Westfalen geboten. Eine Weiterführung dieses Engagements verhinderten die hohen Kosten und unsere begrenzte ehrenamtliche Leistungsfähigkeit

Mit unserem 2. Förderprogramm (ab 2004) unterstützen wir weiterhin Freiwillige über Stipendien in „unseren“ Partnerprojekten in Minsk, Moskau und Sibiu, deren verantwortliche Träger in Deutschland die AGDF-Mitglieder Aktion Sühnezeichen und EIRENE sind. Die Finanzierung geschieht weiterhin über Spenden, Zuschüsse und kirchliche Kollekten. Wie bisher leisten wir unsere Arbeit ausschließlich ehrenamtlich.