Friedensarbeit in Deutschland
In Deutschland gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Initiativen, die sich vor Ort für Frieden, Gerechtigkeit und die nachhaltige Bewahrung der Umwelt einsetzen.
Übersicht
Was zeichnet lokale Friedensarbeit aus?
Ein wesentliches Element der Arbeit ist die Aufklärung und (friedens-)politische Bildung. Lokale Friedensarbeit knüpft an lokale Gegebenheiten an und gestaltet sich sehr unterschiedlich: Erinnerungsarbeit in Form von Stadtrundgängen, Projekte an Schulen zum Umgang mit Gewalt oder mit natürlichen Ressourcen, Widerstand gegen Militäranlagen und Entwicklung alternativer Nutzungskonzepte, Arbeit mit und für Flüchtlinge(n), Umsetzung der Agenda 21 etc.
Welche Ziele verfolgen die AGDF Mitglieder?
Die Mitglieder in der AGDF zielen mit ihrer Friedensarbeit in Deutschland ab auf
- die Förderung des gewaltfreien Umgangs in Konflikten
- die Stärkung von Gerechtigkeit und Bewahrung der natürlichen Schöpfung
- die Förderung von Alternativen zum Militär und den Widerstand gegen Krieg, Aufrüstung und Militarisierung
- die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und die Unrechtsfolgen deutscher und europäischer Geschichte
- den Schutz von Minderheiten
- die Begegnung von und Austausch zwischen Kulturen, Religionen, Generationen und die Versöhnung zwischen den Völkern
- die Förderung des demokratischen Miteinanders
Wie kann man sich engagieren und die Arbeit unterstützen?
Die Friedensinitiativen sind auf ehrenamtliches Engagement und finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Mitglieder der AGDF führen eine Vielzahl von interessanten Projekten und Aktionen durch und brauchen auch in Vorstand und Geschäftsstelle Mitarbeitende. Da die Spendenbereitschaft für Friedensarbeit geringer ist als im Ausland und es immer schwieriger ist, öffentliche Mittel zu bekommen, benötigen die Initiativen auch Spenden für ihre Arbeit.
Wie engagiert sich die AGDF für die Lokale Friedensarbeit?
Die Mitglieder in der AGDF tauschen ihre Erfahrungen im Fachbereich "Lokale und regionale Friedensarbeit" aus. Die AGDF ist u.a. Mitglied im Netzwerk Friedenskooperative, das Friedensinitiativen berät und Interessierte über Aktionen und lokale Gruppen informiert.
Ein Schwerpunkt der AGDF ist die ökumenische Friedensarbeit. Sie sieht ihre Arbeit in der Perspektive des Konziliaren Prozesses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und beteiligt sich aktiv an der Dekade zur Überwindung von Gewalt.Die AGDF hat die Geschäftsführung des Gesprächsforums Ökumenische FriedensDekade, dass u.a. Material für die im November jeden Jahres stattfindende FriedensDekade herausgibt.
Zudem führt die AGDF das Projekt "Zur Veränderung anstiften - Lokale Friedensarbeit stärken" mit dem Ziel durch, die Friedensarbeit in Deutschland weiterzuentwickeln.
Dem Austausch zwischen Friedensarbeit und Friedensforschung dient das jährliche Heidelberger Gespräch, das die AGDF zusammen mit der Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft (FEST) durchführt.

