Friedenspolitik
Vor welcher Herausforderung stehen wir?
Krieg ist alltägliche Realität für Millionen von Menschen. Fast 40 bewaffnete Konflikte und Kriege im Jahr bedrohen sie in ihrer Existenz und hindern sie an einem menschenwürdigen Leben. Krieg und Gewalt bilden einen Teufelskreis mit den anderen Bedrohungen unter denen die Menschheit leidet: Armut, globale Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung und Verschwendung von Rohstoffen. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen.
Wir befinden uns in einer politischen Situation, in der die Friedensbewegung international vor enormen Herausforderungen steht: Es geht nicht nur darum, der militärischen Neuaufteilung der wirtschaftlichen und strategischen Einflusssphären und der Rehabilitation des Krieges als alltäglichem "Ordnungsmittel" zu widerstehen, sondern es kommt auch darauf an, die Alternativen zu einer militärisch dominierten Außenpolitik zu stärken und durchzusetzen. Es bedarf nicht weniger als eines Politikwechsels in Deutschland und der Europäischen Union.
Was sind die Grundsätze eines friedenspolitischen Handelns?
Als verbindliche Grundsätze unseres gemeinsamen Handelns treten wir dafür ein, dass
- Krieg als Mittel der Politik geächtet wird
- das Völkerrecht als einziges legitimes Instrument zur Regelung zwischenstaatlicher Konflikte gestärkt und weiterentwickelt wird
- kriegerische Gewalt als Mittel der Politik ersetzt wird durch Methoden der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung
- umfassend abgerüstet wird
- Kriegsursachen und -folgen, wie Armut, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung energisch bekämpft werden
- Kriegsursachen und -folgen, wie Armut, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung energisch bekämpft werden
- Menschenrechte und Demokratie weltweit mit gewaltfreien Mitteln erkämpft und verteidigt werden.
Wie engagiert sich die AGDF?
Die AGDF engagiert sich seit ihres Bestehens friedenspolitisch; sie hat die erste große Friedensdemonstration am 10. Oktober 1981 in Bonn mit organisiert und ist seitdem Träger einer Vielzahl von Großdemonstrationen gewesen. 2002/3 war sie war Initiator der Kooperation für den Frieden, einem entwicklungsoffener Arbeitszusammenhang von z.Z. . 40 Organisationen, Netzwerken und Initiativen. Die friedenspolitischen Richtlinien der Kooperation, die 2003 als Gegenkonzept zu den verteidigungspolitischen Richtlinien des Bundesverteidigungsministers veröffentlicht wurden, beschreiben die Anforderungen an eine Friedenspolitik und beschreiben Perspektiven für die friedenspolitische Arbeit. Die AGDF unterstützt die Kampagnen und politischen Stellungnahmen der Kooperation für den Frieden und veröffentlicht bei Bedarf darüber hinaus eigene friedenspolitische Stellungnahmen und Papiere. Für eine breite Diskussion und Meinungsbildung über aktuelle friedenspolitische Herausforderungen wurde die Thesenreihe „Der Frieden braucht uns. Was ist und was sein kann …“ veröffentlicht.

