Logo des AGDF | Zur StartseiteGruppe Jugendlicher

Internationale Jugendpolitik

Übersicht

Bedeutung Internationaler Jugendarbeit und -politik

Die internationale Jugendarbeit und -politik bietet mit Blick auf den fortschreitenden Prozess der Globalisierung sowie der Erweiterung und Vertiefung der Europäischen Union jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten, sich in der neuen Situation zurechtzufinden, die neuen Chancen für die Lebensgestaltung zu erkennen und zu nutzen. Internationale Jugendarbeit trägt in Ergänzung zur allgemeinen und beruflichen Bildung zur Stärkung der (internationalen) Kompetenz von Jugendlichen bei. Kenntnisse von anderen Ländern und Kulturen, Fremdsprachenkenntnisse, Umgang mit kultureller Vielfalt und mit Fremdem sowie interkulturelles Lernen gehören hierzu. Internationale Erfahrungen haben einen gewichtigen Stellenwert im Prozess des lebenslangen Lernens und der Persönlichkeitsbildung. Sie fördern Toleranz und grenzüberschreitendes Miteinander und erleichtern den Umgang mit Migrationsjugendlichen. Wer sich mit fremden Kulturen auseinander setzt, ist weniger anfällig für rassistisches und rechtsextremistisches Gedankengut.

Ziele Internationaler Jugendarbeit

Die internationale Jugendarbeit will vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen jungen Menschen helfen, durch Erfahrungen mit Gleichaltrigen in anderen Ländern und mit ausländischen Gästen zu Hause die eigene Situation und den eigenen Standort besser zu erkennen. Begegnung und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg sollen Möglichkeiten und Chancen zur Mitgestaltung an politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aufzeigen bzw. verbessern. Neben den Persönlichkeit bildenden Aspekten gewinnt die Erlangung internationaler Kompetenz für den einzelnen Jugendlichen an Bedeutung.Internationale Jugendarbeit leistet einen Beitrag zur Völkerverständigung und Frieden.

Engagement der AGDF und ihre Vernetzung

Mitglieder der AGDF führen mit Partnern in anderen Ländern verschiedene Programme in der internationalen Jugendarbeit durch. Neben längerfristigen Freiwilligendiensten sind dies beispielsweise Jugendbegegnungen, Workcamps und Besuche von Gedenkstätten.

Die AGDF ist eine Zentralstelle nach dem Kinder- und Jugendplan des Bundes, der in die Zuständigkeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fällt, und beantragt und rechnet Mittel für Maßnahmen ihrer Mitglieder ab. Als solche arbeitet sie beispielsweise in der Trägerkonferenz mit anderen Verbänden zusammen. Neben dem BMFSFJ kooperiert sie mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW), dem Koordinierungszentrum für den Deutsch-israelischen Jugendaustausch ConAct und den Koordinierungszentren für den deutsch-tschechischen Jugendaustausch unter dem Namen TANDEM.

Sie setzt sich ein für die Verbesserung der finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Organisationen, die in der internationalen Jugendarbeit tätig sind (Bezug: Freiwilligendienstpolitik). Unter anderem im Rahmen der Kampagne Internationale Jugendarbeit engagiert sie sich dafür, dass das Thema im öffentlichen Bewusstsein und der Politik eine größere Bedeutung erhält. Neben der nationalen Ebene gewinnen die Jugendpolitik und Jugendprogramme der Europäischen Union sowie die jugendpolitischen Aktivitäten des Europarats kontinuierlich an Gewicht.

Die AGDF ist Mitglied im Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) e.V., der bundeszentralen Fachstelle für internationale Jugendpolitik, Jugendarbeit und Jugendinformation.